Vom einen zum nächsten Wasserfall

Posted on Sat 24 February 2024 in misc

Norsk oversettelse under.

Bilder ganz unten.

Am Dienstag, den 13. Februar, gönnten wir uns einen ruhigen Tag nachdem wir in der Nacht zuvor mit einiger Verspätung mit dem Bus in Salta angekommen waren. Da wir abends direkt weiter in das Städtchen El Soberbio weiterfahren wollten, war unser einziges todo für den Tag unsere stark geschrumpften Bargeldreserven aufzufüllen. Aber dann stellt sich heraus, dass der Karnevalsdienstag in Argentinien ein Nationalfeiertag ist und die ganze Stadt schläft. Glaubt ja nicht, dass Western Union geöffnet hatte. Wir mussten soweit auf die Kreditkarte setzen und Antje bekam einen leckeren Geburtstagsbrunch in einem schicken Café.

Abends ging es dann pünktlich um 18 Uhr los in Richtung El Soberbio. Als inzwischen routinierte Nachtbusfahrer, verbrachten wir tatsächlich einige Stunden im Land der Träume. Zwei Umstiege und ganze 28 Stunden später kamen wir tatsächlich im Hotel an. Unterwegs hatten wir es sogar noch geschafft eine offene Western Union Filiale zu finden, juhu!

Am nächsten Tag gingen wir mal wieder zu einer Touriinfo, um herauszufinden wie man ohne Auto zum Mocona-Wasserfall kommt. Nachdem ausführliche Pläne für den folgenden Tag geschmieded waren, paddelten wir noch zwei Stunden Kajak im "Amazonas" von El Soberbio (dem Rio El Soberbio) und probierten uns durch die fantastische Auswahl in einem Eiscafé.

Der darauffolgende Tag begann mit unserem Auschecken aus dem Hotel. Im Anschluss ging es zu einem Schnickschnackladen im Dorf, der Gleichzeitig als Bushaltestelle für den Mocona-Wasserfall dient. Der Wasserfall ist der breiteste der Welt und hat die Besonderheit, dass er parallel zur Flussrichtung verläuft. Wir hatten viel Spaß im Schlauchboot und zusätzlich einen sehr einzigartigen Anblick. Ein Stopp lohnt sich, wie sie im Michelin-Guide sagen würden. Direkt am Wasserfall befindet sich auch ein kleiner Wanderweg, den man durch den Dschungel wandern kann. Es war überraschend interessant, einen richtigen Regenwald aus nächster Nähe zu erleben, mit dem dichten Dickicht, den verdrehten Baumstämmen und Wurzeln, mit der feuchten Luft und begleitet vom Geräusch riesiger tropischer Insekten. Danach fuhren wir mit dem Bus (diesmal zum Glück direkt, ohne Umstiege) nach Puerto Iguazu.

Schließlich kam endlich der Tag, um den majestätischen Iguazu-Wasserfall zu sehen. Im Nationalpark kämpften wir uns ein paar Stunden durch die Menschenmengen und bewunderten und fotografierten den riesigen und spektakulären Wasserfall mal von der Seite, mal von oben und mal von weiter weg. Im Anschluss ging es wieder auf eine kurze Tour durch den Regenwald (irgendwie lässt sich da ein Muster erkennen), auf der wir die Bekanntschaft mit einer neugierigen und kletterlustigen Familie Affen machen durften.

Am nächsten Tag, Sonntag, zog es uns wieder zu den Wasserfällen, diesmal aber von der brasilianischen Seite. Wir haben also aus Argentinien ausgecheckt und uns auf unseren Busfahrer verlassen, der meinte, wir müssten nicht in Brasilien einchecken, wenn wir am selben Tag zurückkehren würden. Ob das so gedacht ist… Die brasilianische Seite des Wasserfalls war tatsächlich ein ganz anderer Anblick, da man den Wasserfall mehr von vorne sieht. Die Sonne machte es möglich, hunderte von kleinen Regenbogen vor dem Wasserfall zu sehen. Nach dem Wasserfall versuchten wir, etwas weiter nördlich zum Itaipu-Staudamm in Rio Paraná zu gelangen, was in Bezug auf jährlicher Stromproduktion das größte Wasserkraftwerk der Welt ist. Leider war dieser Ausflug ziemlich erfolglos, als wir auf der brasilianischen Seite am Busbahnhof ankamen und feststellten, dass der Bus dort nur alle anderthalb Stunden fuhr und wir gerade einen verpasst hatten. Enttäuscht und erschöpft (es waren immerhin um die 34°C und mehr als 70% Luftfeuchtigkeit) nahmen wir den Bus über die Grenze zurück nach Argentinien um unsere letzte Nacht in Südamerika zu schlafen.

Und dann kam schließlich der Montag und unser letztes Frühstück auf diesem Kontinent. Nach dem Frühstück gingen wir wieder auf das Zimmer, um die Rucksäcke zu packen und wurden schockiert, als wir eine große Kakerlake in der vorderen Tasche von Antjes Rucksack entdeckten. Aus Sicherheitsgründen haben wir beide Rucksäcke entleert und ausgeschüttelt, bevor wir alles zum letzten Mal eingepackt haben. Glücklicherweise wurden keine weitere Insekte gefunden. Dann checkten wir aus dem Hotel und reisten zum letzten Mal auf der Reise aus Argentinien aus und diesmal auch nach Brasilien ein. Dann gingen wir für drei Stunden in den Vogelpark Parque das Aves, nahe dem Eingang des Wasserfalls. Das war ein sehr cooler Vogelpark, mit dem Ziel, gefährdete Vogelarten im südwestbrasilianischen Regenwald zu retten. Hier konnten wir große und kleine Papageien, Eulen und Tukane aus der Nähe sehen und hören. Eine der Arten war leider völlig ausgestorben aus der Wildnis durch Abholzung und illegales Fangen. Dann nahmen wir den Bus zum Flughafen, der ebenfalls um die Ecke war, warteten auf den Flug und haben diesen Blog-Beitrag angefangen.

Wir sind jetzt schon seit 4 Tagen wieder zuhause in unserer Wohnung in Darmstadt. Unser Gepäck wurde erstmal direkt auf den Balkon gesetzt, alles wurde einmal geschüttelt, klamotten gingen direkt in die Waschmaschine und die leeren Rücksäcke kamen mit uns unter die Dusche. Die nächsten Tage haben wir uns ein bisschen entspannt, und angefangen unsere Wohnung für die nächsten 5 Jahre einzurichten bevor wir es endlich geschafft haben, diesen Blog-Eintrag fertigzustellen.

Als wir in Frankfurt landeten war es genau 10 Wochen seitdem wir in Buenos Aires landeten. In dieser Zeit haben wir 4 Länder besucht, sind 7000 km mit Bussen gefahren und wir haben 35 Nächte im Zelt geschlafen. Wir haben unzählige schöne Berge gesehen, über 70 GB mit Fotos gefüllt und verrückte 30% Inflation erlebt. Der Präsident hat gesagt, er werde den Peso zugunsten des US-Dollars auslaufen lassen, aber keiner von den Argentiniern, mit denen wir gesprochen haben, hat geglaubt, dass es passieren wird. Dazu haben wir sowohl nette als auch weniger nette Leute getroffen, und eine ganze menge Spanisch gelernt. Wir sagen Danke und Adios erstmal an Südamerika und wir freuen uns darüber, wieder lang ersehnte Bretzel und Schwarzbrot in Darmstadt zu essen. Und irgendwann wird es bestimmt auch wieder Zeit für Waffeln mit Braunkäse in Norwegen 🤩.


Norsk oversettelse, lett tilpasset fra Google Translate.

Tirsdag 13. februar unnet vi oss en rolig dag etter å ha ankommet Salta med buss litt sent kvelden før. Siden vi ønsket å kjøre rett videre til byen El Soberbio om kvelden, var vår eneste oppgave for dagen å fylle opp våre sterkt reduserte kontantbeholdninger. Men så viser det seg at fetetirsdag er en nasjonal helligdag i Argentina og hele byen sover. Tro ikke Western Union var åpen. Vi måtte satse på bankkortet og Antje fikk en god bursdagsbrunsj i en fancy kaffebar.

Om kvelden satte vi av gårde klokken 18 mot El Soberbio. Som nå erfarne nattbussreisende tilbrakte vi faktisk litt tid i drømmeland. To bytter og 28 timer senere ankom vi faktisk hotellet. På veien klarte vi til og med å finne en åpen Western Union-filial, yay!

Dagen etter dro vi til et turistinformasjonssenter igjen for å finne ut hvordan vi kommer oss til Mocona-fossen uten bil. Etter å ha lagt detaljerte planer for dagen etter, padlet vi i kajakk i to timer til i "Amazonasen" til El Soberbio (Rio El Soberbio) og prøvde det fantastiske utvalget i en isbar.

Dagen etter begynte med utsjekk fra hotellet. Etterpå dro vi til en nipsbutikk i landsbyen, som også fungerer som bussholdeplass for Moconá-fossen. Fossen er den bredeste i verden og har det særegne ved å løpe parallelt med retningen til elven. Vi hadde det veldig gøy i gummibåten og så også et helt unikt syn. Verdt en stopp, som de ville sagt i Michelin-guiden. Det var også en liten tursti rett ved fossen som man kan gå gjennom jungelen. Det var overraskende interessant å oppleve en ekte regnskog på nært hold, med den de tette krattene, de forvridde trestammene og røttene, med den fuktige lufta og akkompagnert av lyden av enorme tropiske insekter. Vi tok så bussen (heldigvis denne gangen direkte, uten å bytte buss) til Puerto Iguazu.

Endelig kom dagen for å se den majestetiske Iguazu-fossen. I nasjonalparken kjempet vi oss gjennom folkemengdene i noen timer, mens vi beundret og fotograferte den enorme og spektakulære fossen, noen ganger fra siden, noen ganger ovenfra og noen ganger lenger unna. Etterpå dro vi på en kort tur gjennom regnskogen (på en eller annen måte kan du se et mønster der), hvor vi ble kjent med en nysgjerrig apefamilie som elsket å klatre.

Dagen etter, søndag, dro vi til fossen igjen, men denne gangen fra brasiliansk side. Så vi sjekket ut av Argentina og stolte på bussjåføren vår, som sa at vi ikke måtte sjekke inn i Brasil hvis vi kom tilbake samme dag. Om det faktisk er sånn... Den brasilianske siden av fossen var faktisk et helt annet syn da man kan se fossen mer forfra. Solen gjorde det mulig å se hundrevis av små regnbuer foran fossen. Etter fossen prøvde vi å komme oss litt lenger nord til Itaipu-demningen i Rio Paraná, som er det største vannkraftverket i verden målt i årlig strømproduksjon. Dessverre var denne turen ganske mislykket da vi ankom busstasjonen på brasiliansk side og fant ut at bussen dit bare gikk én gang hver halvannen time, og vi hadde akkurat gått glipp av en. Skuffet og utslitt (det var rundt 34°C og mer enn 70 % luftfuktighet) tok vi bussen over grensen tilbake til Argentina for å sove vår siste natt i Sør-Amerika.

Og så kom endelig mandagen og vår siste frokost på dette kontinentet. Etter frokost dro vi tilbake til rommet for å pakke ryggsekkene og ble sjokkert da vi oppdaget en stor kakerlakk i framlomma på Antjes ryggsekk. Av sikkerhetsgrunner tømte og ristet vi begge ryggsekkene før vi pakket alt for siste gang. Heldigvis ble det ikke funnet andre insekter. Så sjekket vi ut av hotellet og ut av Argentina for siste gang på turen. Nå skulle vi heller ikke være i Brasil mer enn ett døgn, men av sikkerhetsgrunner sjekket vi likevel inn på grensen og fikk et stempel i passet. Deretter dro vi til Parque das Aves fuglepark, nær inngangen til fossen og var der i 3 timer. Dette var en veldig kul fuglepark, med oppdrag å redde truede fuglearter i den sørvestlige brasilianske regnskogen. Her kunne vi se og høre store og små papegøyer, ugler og tukaner på nært hold. En av artene var til og med fullstendig utryddet fra naturen på grunn av avskoging og ulovlig fangst. Så tok vi bussen til flyplassen, som også var rundt hjørnet, ventet på flyet og startet på dette blogginnlegget.

Vi har nå vært hjemme i leiligheten vår i Darmstadt i 4 dager. Bagasjen vår ble først satt direkte på balkongen, alt ble ristet en gang, klærne gikk rett i vaskemaskinen og de tomme ryggsekkene ble med oss i dusjen. I løpet av de neste dagene slappet vi av litt og har begynt å innrede leiligheten vår for de neste 5 årene før vi endelig klarte å fullføre dette blogginnlegget.

Da vi landet i Frankfurt var det nøyaktig 10 uker siden vi landet i Buenos Aires. I løpet av denne tida har vi besøkt 4 land, kjørt 7000 km med buss og sovet 35 netter i telt. Vi har sett utallige vakre fjell, tatt over 70 GB med bilder og opplevde vanvittige 30 % inflasjon. Presidenten har sagt at han skal utfase pesoen til fordel for amerikanske dollar, men ingen av argentinerne vi har snakket med har trua på at det vil skje. Vi har møtt både hyggelige og ikke så hyggelige mennesker og lærte masse spansk. Vi sier dermed takk og adios til Sør-Amerika for denne gang og vi er glade for å kunne spise lenge etterlengtede Bretzler og Grovbrød i Darmstadt igjen. Og omsider blir det garantert tid for vafler med brunost i Norge igjen også 🤩.


Bilder

Der "Amazonas" von El Soberbio.

Sigurd im Regenwald in der Nähe vom Moconá-Wasserfall.

Affe in der Nähe vom Iguazu-Wasserfall.

Antje vor dem Iguazu-Wasserfall auf der Brasilianischen Seite.

Bunte Papageien im Vogelpark.

Sigurd isst wieder Bretzel nach 10 Wochen in Südamerika

Karte über alle übernachtungen auf der ganzen Reise. Kart over alle overnattinger på hele reisen.